Grüner Bundestagsabgeordneter informiert sich über Flüchtlingshilfe vor Ort in Cölbe

Auf der „Garantiert Grün Gerecht Tour 2016“ war der sozialpolitische Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion Wolfgang Strengmann-Kuhn am Donnerstag, den 1.9.16, zu Gast bei den Cölber Grünen und dem Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF). Das aktuelle Thema war „Geflüchtete vor Ort – was jetzt für Integration und Inklusion zu tun ist.“

In der Kleiderkammer bekam Wolfgang Strengmann-Kuhn einen ersten Eindruck von der praktischen Arbeit vor Ort. Nach wie vor bringen Cölber Bürger Kleidung, Fahrräder und Möbel vorbei, so dass die Flüchtlinge gut versorgt werden können. Die Idee ist in Zukunft die Kleiderkammer als Secondhand-Laden für Leute mit geringem Einkommen weiterzuführen.

In Cölbe leben zurzeit etwa 60 Flüchtlinge in rund 10 Wohnungen, um die sich eine Erstbetreuergruppe kümmert. Zusätzlich werden 1mal pro Woche ein Begegnungstreff und –garten angeboten. Im Lerntreff üben die Flüchtlinge 1mal pro Woche die deutsche Sprache in Kleingruppen. Weitere Ehrenamtliche helfen bei der Wohnungssuche, dem Möbeltransport und der Integration in den Arbeitsmarkt.
Alle 2 Wochen trifft sich ein Organisationskreis, in dem die Arbeitsgruppen berichten und das weitere Vorgehen abgestimmt wird.
Insgesamt zeigt sich ein dauerhaft hohes ehrenamtliches Engagement der Cölber Bürger, das etwa 3-4 Vollzeitstellen mit jeweils rund 50.000 € entspricht!

Jetzt tritt die Flüchtlingshilfe vor Ort in eine neue Phase. Das stellte sich auch bei dem anschließenden Gespräch am Runden Tisch heraus, an dem neben Wolfgang Strengmann-Kuhn auch CAF-Mitglieder, Flüchtlinge, heimische Unternehmer und Grüne teilnahmen.
Wenn Flüchtlinge anerkannt sind, müssen sie sich selbstständig um eine Wohnung und eine Arbeit kümmern. Auch mit großem Engagement der Ehrenamtlichen gelingt es kaum hier Lösungen zu finden. Hier müssen unbedingt konkrete Angebote der Behörden und Institutionen her. Der Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge (CAF) wird sich mit anderen Initiativen dafür einsetzen, dass die hierfür geplante Kommission des Kreisausschusses auch Ombudsaufgaben erfüllen wird!

Thomas Rotarius

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